Großübung für Feuerwehren und Rettungsdienste


Panikausbruch, Chemieunfall, Brand und Verkehrsunfall: Gleich vier Notfall-Szenarien trainierten Feuerwehren und Rettungskräfte bei einer Großübung, die am Samstag in Oelde stattfand.Ein Panikausbruch bei einer Großveranstaltung, ein Brand nach einem Chemieunfall in einer Schule sowie ein Verkehrsunfall mit einem Planwagen und ein Feuer in einem Bauernhaus beschäftigten am Samstag die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste im Kreis.Die Großübung in Oelde und den Ortsteilen diente nicht nur dazu, die Zusammenarbeit zu trainieren, sondern auch um eine in der Entwicklung befindliche Kommunikationstechnik zu testen.

Ein Bericht aus der Zeitschrift 'Westfälische Nachrichten'  Bild und Text von  Reinhard Baldauf

 

Großübung für Feuerwehren und Rettungsdienste

Panikausbruch, Chemieunfall, Brand und Verkehrsunfall: Gleich vier Notfall-Szenarien trainierten Feuerwehren und Rettungskräfte bei einer Großübung, die am Samstag in Oelde stattfand. Foto: Baldauf

Ein Panikausbruch bei einer Großveranstaltung, ein Brand nach einem Chemieunfall in einer Schule sowie ein Verkehrsunfall mit einem Planwagen und ein Feuer in einem Bauernhaus beschäftigten am Samstag die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste im Kreis.

Ein Bericht aus der Zeitschrift 'Westfälische Nachrichten'  Bild und Text von  Reinhard Baldauf

Die Großübung in Oelde und den Ortsteilen diente nicht nur dazu, die Zusammenarbeit zu trainieren, sondern auch um eine in der Entwicklung befindliche Kommunikationstechnik zu testen.
Ein verheerendes Bild bot sich den Einsatzkräften an der Waldbühne im Vier-Jahreszeiten-Park, wo bei einem Public Viewing Panik ausbrach und 25 bis 30 verletzte Personen zu versorgen waren. Jugendliche von der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des DRK mimten die Verletzten und hielten die Einsatzkräfte bei allen Übungen auf Trab.
So war ein Schwerpunkt der Übungen die erste Sichtung sowie die Errichtung und der Betrieb von Patientenablagen, wo die Verletzten nach der Rettung medizinisch versorgt wurden. Die Versorgung erfolgte durch Notärzte und Rettungsdienstpersonal. Insgesamt waren 200 Personen an der Großübung beteiligt. „Tatsächlich Übende sind 150 Kräfte“, so der Oelder Wehrführer Reinhard Börger. Nach seinen Worten klappte die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Rettungsdiensten. „Es geht um möglichst schnelle Versorgung und Abtransport der Verletzten.“ Nach dem ersten Teil hielt er fest: „Das Sicherheitskonzept für die Waldbühne hat funktioniert.“ Aber natürlich finde man immer etwas, das verbessert werden könne.
In Teil 2 der Übung ging es um einen Brand mit zwei Explosionen beim Chemieunterricht. Die verletzten Schüler mussten geborgen und zugleich das Feuer bekämpft werden. Das RUD-Team stellte das Szenario sehr lebensnah dar. Immer wieder versuchten Jugendliche in die Schule zu laufen, um nach Freunden zu suchen. Eine fliegende Drohne mit einer Kamera beobachte die Situation von oben.
Ein Unfall mit zwei Pkw und einem Planwagen auf einer engen Straße in einer Bauerschaft war der dritte Teil der Übung. Hier konnten die RTW nicht direkt zur Unfallstelle. Außerdem mussten eingeklemmte Personen mit schwerem Gerät aus den Pkw befreit werden. Zum Schluss ging es um ein Feuer in einem Bauernhaus.
Geleitet wurde die Großübung von wechselnden Einsatzleitern, Leitenden Notärzten und Organisatorischen Leitern Rettungsdienst. Dabei war die Übung im Rahmen eines Forschungsprojekts auch ein Schritt zur Mitentwicklung eines Informationssystems bei Einsätzen. Hier arbeitete der DRK-Landesverband mit Forschungseinrichtungen zusammen. Die DRK Rettungsschule Warendorf und ein Ingenieurbüro stellten hier die Kräfte. Die Software gibt einen direkten Überblick. Die Einsatzleiter können sofort sehen, wo sich die Fahrzeuge und Kräfte befinden. Benedikt Weber, Ingenieur für Sicherheit und Gefahrenabwehr: „Die Software lässt sich auf jedes Smartphon und Tablet laden. Zugang haben natürlich nur berechtige Einsatzkräfte.“

Artikel, Text und Fotos zu diesem Thema im Orginal:
http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Kreisseite-Warendorf/Grossuebung-fuer-Feuerwehren-und-Rettungsdienste-Panik-Feuer-und-Unfaelle
Bild und Text von  Reinhard Baldauf